Gut wenn Herzog & de Meuron deine Freunde sind..
Herzog & Demeuron haben via ihre Public Relations Agentur die Welt auf Ai Weiwei aufmerksam gemacht. Dank Manuela Kessler dürfen wir einmal mehr im Tagi erfahren, dass der chinesische Machtaparat was ganz schlechtes ist, und die armen Chinesen völlig unterdrückt daherleben.
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kunst/Ein-Verlust-fuer-China/story/12795882
Es würde einem Journalisten gut anstehen etwas fairer und angepasster über China zu schreiben. Die Regierung in China ist um ein vielfaches weiser, strategischer und „korrekter“ zu „ihrem Volk“ als beliebige westliche Regierungen, welche grad mehr oder weniger alle ihr Land mit stark überhöhter Geschwindigkeit an die Wand gefahren haben. (Mit vollem Rentenanspruch, klar)
1,3 Milliarden Einwohner „glücklich“ zu halten ist nicht nur einfach, und einfach so eine westliche Demokratie einzuführen wie das die naiven Vordenker hierzulande wünschen und propagieren würde bestimmt nicht im Interesse der Mehrheit der Chinesen sein.
In Russland wurde es probiert, und ohne Putin wäre das Land wohl definitiv ins Mittelalter zurückgeschlittert.
Michel Wenzler verbreitet „Hörensagen“ im Tagi
Ein kompletter Artikel ohne einen einzigen Satz vernünftige, überprüfbare Information. Journalistisch gesehen einfach nur peinlich. (dies ist keine Verteidigung für Ghadhafi, sondern für minimale journalistische Standards). Ein Söldner von Mali soll 1000US$ verdienen pro Tag? Aber sicher…
Herr Wenzler, werden Sie für journalistische Arbeit oder fürs Übersetzen von NY-Times Artikeln bezahlt?
Sprachkritik an Constantin Seibt
Herr Constantin Seibt erkennt 3 „vernünftige“ Gründe warum Topmanager für Ihre Wünsche zum neuen Jahr nur nichtssagende Floskeln Seichtigkeiten formulieren. Ein interessanter Ansatz. Wenn man bedenkt dass sich wohl die wenigsten Topmanager wirklich für so etwas Zeit nehmen, und diese Sprüche wohl von irgendeiner untergeordneten Pressestelle verbreitet werden, mit dem wesentlichen Ziel, möglichst keine Angriffsflächen zu bieten, und die Firma (und den Topmanager) möglichst gut aussehen zu lassen.
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Wie-schlecht-uebersetztes-AirportEnglisch/story/18532368
Genausogut könnte man irgendwelche Grussbotschaften von CEOs in Werbebroschüren analysieren.
Peter Hegetschweiler und Peter Wälti von Jeep Prostituierten korrumpiert!
http://www.tagesanzeiger.ch/auto/gelaendewagen/10573-JeepFans-duerfen-sich-freuen/story/11240787
Natürlich ist dieser Titel Blödsinn! Selbstverständlich wurden weder Herr Peter Hegetschweiler noch Herr Wälti als verantwortlicher Chefredakteur irgendwelche Prostituierten bezahlt damit die im Tagi publizierte Laudatio über den neuen Jeep positiv ausfiel. Das ist schliesslich eine ganz normale „Reportage“ zu einem beliebigen neuen Auto, entstanden im deklarierten Umfeld (Peter Hegetschweiler fuhr den Jeep Grand Cherokee am 3. Dezember auf Einladung von Jeep Schweiz in Deutschland).
Aber doch irgendwie komisch. Warum steht da nirgends „Publireportage“ oder gleich schlicht „Werbung“, und warum bezahlt Jeep einem Journalisten ein (sicher guter ROI
) Weekend in Deutschland (nein, selbstverständlich OHNE zusätliche Animation!! ;-D ) wenn sie die eleganten Texte ihrer Werbeabteilung auch direkt im Tagi einspeisen könnten? Werden da evtl. durch interne Korruption die Aktionäre vom Tagi um die Früchte Ihrer Investition gebracht, da gleichwertige Werbung wohl einiges mehr kosten dürfte als eine Übernachtung (OHNE Animation) in einem schönen 5-Stern Hotel.
Peinlich mit was für Nichtigkeiten sich Herr Hegetschweiler zu einer Lobeshymne hinreissen lässt. Aber ja, vielleicht war die „Einladung von Jeep Schweiz in Deutschland“ doch nicht nur eine single Nacht im Hotel.
Zum Schluss noch ein Kostpröbelchen:
„Dabei macht der Jeep Grand Cherokee sozusagen alles selber. Per Drehregler auf der Mittelkonsole programmiert der Lenker das neue Traktionssystem Selec-Terrain, das in der Folge zwölf unterschiedliche Systeme für Antrieb, Bremsen und Fahrwerk, unter anderem die Getriebe-Schaltsteuerung, die Berganfahrhilfe und den Bergabfahr-Assistenten, koordiniert. Dann geht alles wie von Geisterhand. So wird selbst eine steile Bergabfahrt in rutschigem, schneebedeckten Gelände zum Kinderspiel. Und nicht zur Zitterpartie.“
Ja, wie im Tagi die Gesetze zur Preisgestaltung von Werbung ausser Kraft gesetzt werden, hat es Mercedes, ähh Jeep geschafft die Grenzen der Physik ausser Kraft zu setzen. Endlich dürfen wir auf Schnee mit Tempo 200 zu Tal brausen. Den Rest macht der Jeep „sozusagen alles selber“.
Gratulation. Eine Glanzleistung des Journalistmus und des Automobilbaus!
PS: Man vergleiche diesen Auto-Artikel mit einem „ganz normalen“ Test eines beliebigen anderen Produktes dessen Hersteller die Journalisten nicht korrumpiert.
Polemiker Benedikt Rüttimann; Der Titel machts aus!
Benedikt Rüttimann informiert uns schon im Titel, dass offensichtlich die Hardliner in Teheran die Atombombe fordern, und das sogar laut! Im folgenden Interview wo ein Amerikaner zu Wort kommen darf ergibt sich jedoch ein etwas anderes Bild der Situation. Der Interviewpartner erwähnt folgendes: „Ich befürchte sogar, dass die Sanktionen dazu geführt haben, dass die Hardliner noch lauter die Atombombe fordern.“ Diese Aussage bezieht sich also auf eine im Interview auch klar hervor kommende persönliche Einschätzung oder noch weniger konkret schlicht eine „Befürchtung“. Wer aus dieser Aussage auf diesen Titel kommt, macht sich der Propaganda und des schüren von Polemik schuldig. Ein Vergehen, dass einem „seriösen“ Journalisten nicht passieren sollte!
Sich von einem US Thinktank für ein bisschen Propaganda und streuen von unkontrastierten Gerüchten einspannen zu lassen ist auch nicht gerade eine Glanzleistung des Journalismus.
Wäre nebenbei sehr interessant zu wissen welche Hardliner im Iran die Atombombe fordern. Eine solche Forderung einer auch nur halbwegs politisch einflussreichen Person im Iran würde sofort über die ganze westliche Welt ergossen. Zudem wird ja schon dauernd versucht eben Ahmedinejad selber als Hardliner hinzustellen. Benedikt Rüttimann, ein wirklich grandioser Artikel im Dienste des gehirnlosen Copy&Paste Journalismus worauf Sie stolz sein dürfen!!
Verräterin Michele Binswanger
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Verratene-Verraeter/story/24849263
(Auszug: Der US-Regierung gilt Wikileaks- Gründer Julian Assange als Verräter, ihren Kritikern als Held. Aber kann man Verrat moralisch rechtfertigen? Und ist die absolute Transparenz erstrebenswert?)
Irgendwer muss Michele Binswanger eingeflüstert haben, dass sie einen Artikel machen soll, um Julian Assange in die Nähe von Verrätern zu rücken. Was Julian mit einem Verräter gemeinsam haben soll ist aber nicht so einfach nachvollziehbar. Juristisch als Australier schon gar nicht, aber auch sonst ist diese Konstruktion etwas weit her geholt. Ein Verräter missbraucht Vertrauen. Julian Assange hat jedoch ganz sicher niemandem implizit oder explizit versprochen keine Dokumente zu publizieren, somit ist sein Verhalten in keiner Art und Weise mit Verrat zu vergleichen! Wenn er Amerikaner wäre könnte man da via generellen Patriotismus ein bisschen was konstruieren, aber müsste im Falle der Amerikaner ja schon arg kurzsichtig sein, da dieser Nation die bisherigen Wikileaks Publikationen eher helfen aus der Patsche zu finden in die sie die bisherige Misswirtschaft gebracht hat. Weder der Afghanistankrieg, noch der Irakkrieg, noch das rücksichtslose InteressenVerhalten des Diplomatischen Korps der USA (naja, dafür werden sie ja bezahlt
) sind von strategischem Vorteil für den normalen amerikanischen Bürger. Kurzfristige Gewinninteressen der US Waffenlobby stehen hier ziemlich klar über den langfristigen Stabilitätswünschen der sogenannten Internationalen Gemeinschaft.
Also, Michele. Wirklich ein bisschen ein daneben geratener Artikel, einzureihen in den aktuell populären Versuch, Wikileaks und dessen Gründer Julian Assange in den Dreck zu ziehen und mundtot zu machen. Keine Sternstunde des Journalismus..
US-Propagandisten überlisten Journalisten
Eine Weihnachtsgeschichte die schöner nicht sein könnte. Folgendermassen informiert uns Jan Knüsel kompetent (wohl copyPaste von sda)
Ein in Somalia geborener Jugendlicher hat am Freitag einen Autobombenanschlag in der US-Grossstadt Portland versucht. Er scheiterte, weil das FBI ihm eine Falle legte.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/USErmittler-ueberlisten-Terroristen-/story/29506986
Nun, bei weiterer Lektüre entpuppt sich dieser Plan als ein Plan des FBI (oder was auch immer für Dienst da zuständig ist im unübersichtlichen Terrorsumpf der USA). Ein Jugendlicher wurde offenbar nachdem er eine Email an einen bekannten Terroristen gesendet hat, ausschliesslich vom FBI animiert einen Bombenanschlag zu machen, und dann auch noch gleich mit der (falschen) Bombe und allem dazugehörigen ausgestattet.
Das wird dann hingestellt als ob das FBI einen Fahndungserfolg verbuchen konnte. Ohne FBI wäre aber der wohl etwas übermotivierte Jugendliche gar nie auch nur in die Nähe eines solchen Vorhabens geraten. Warum infiltriert eigentlich die Schweizerpolizei nicht (böse böse) Ausländergruppen und organisiert illegale Strassenrennen über Strecken wo sie vorher Radarfallen installiert haben? So hätten wir jeden Tag eine coole Schlagzeile und und massenhaft Führerscheinentzüge. Oder wir könnten auch einfach die Türen zu allen Banken in der Nacht offenlassen, und dann verhaften wenn einer in den Tresor geht um sich ein bisschen was zu holen. Jan Knüsel würde dann sicher gerne eine Schlagzeile schreiben: „Gefährlicher Bankräuber überlistet“..
Mit etwas Glück hätte er dann wenigstens beim zuständigen Polizeikommando oder Untersuchungsrichter rückgefragt ob das denn alles so stimmt, wie das von einem „seriösen“ Journalist eigentlich erwartet werden könnte.
Im berühmten Milgram Experiment haben 90% der Probanden bei Anwesenheit von 2 Versuchsverantwortlichen tödliche Stromstösse verpasst. 90% der Menschheit sind also potentielle Terroristen und Attentäter, wenn sie nur genug animiert werden?
Dass solcher Propagandablödsinn allen ernstes von hiesigen „seriösen“ Journalisten kommentarlos weiterverbreitet wird, obwohl der Zusammenhang zwischen den immensen Interessen der Rüstungsindustrie (und eines am Arbeitslosenabgrund dahin siechenden Staates) am aufrechterhalten von Feinden mit allen Mitteln eingentlich klar ist, macht Sorgen. Grosse Sorgen…
Unzerstörbar, die Lust der Journalisten an Blödsinn
Dank Claudia Müller und anderen sich auf wesentliches konzentrierende Journalisten konnte die „Künstlerin“ Sally Davies ihre Zugriffe auf Ihre Website um mehrere 1000% multiplizieren. Natürlich prinzipiell eine coole Idee, das Happy Meal von McDonalds in seiner Zersetzung über 180 Tagen fotografisch zu verfolgen, (wenn auch in verschiedenen Formen seit Jahren immer ein Hingucker) und dadurch eine gewisse Präsenz in der „seriösen“ Presse zu erreichen. Nein, nicht in der Rubrik „Verschiedenes/Klatsch&Tratsch“, sondern eben unter Kunst und Kultur.
Aber obs stimmt ist ja nicht wichtig. Wenn eine „überzeugte Veganerin“ über McDonalds herzieht, wird das schon stimmen. Und die Bezeichnung „Künstlerin“ ist ja nicht geschützt. Wer Morgan Spurlocks verfilmtes Experiment (30 Tage NUR McDonalds) allen Ernstes als zusätzlichen „Beweis“ darstellt, dass das Essen von McDonalds ungesund ist, dem fehlt es wohl am gleichen gesunden Menschenverstand wie Morgan Spurlock. Er hätte ja auch die Ungesundheit eines Tankstellenkiosks untersuchen können. Aber ob er 30 Tage nur Snickers überhaupt überlebt hätte ist zu bezweifeln. Beliebige andere Untersuchungen (warum nicht 30 Tage nur Vegi-Pizza?) hätten wohl zum gleichen Resultat geführt.
Und dann schliesst Frau Claudia Müller noch mit der grandiosen Schlussfolgerung, dass weil das Happy Meal halt in der sterilen und trockenen Luft eines New Yorker Haushalts halt schlicht und einfach vor der Zersetzung ausgetrocknet ist es nicht biologisch abbaubar ist. ÖEHM??? Hallo?? Jemand Zuhause? Hat da Herr Peter Wälty als Chefredaktor grad einen freien Tag gehabt, oder hat McDonalds die Gratishamburger für die Tagi Redaktion gekürzt?
Tom Kummer; Wir danken Dir von Herzen
Ach, wenn Tom Kummer nicht wäre, könnte man ja glauben, dass der seriöse Journalismus seriöser Journalismus ist. Der Grund, warum gerade seinesgleichen den lieben Herr Kummer hassen und in die Verbannung geschickt haben, ist in etwa vergleichbar mit dem Ansehen dass Floyd Landis in der Radfahrerbranche geniesst. Alle tuns, aber wenns einer zugibt oder noch dummer, erwischt wird, ist das halt schon sehr sehr ungeschickt. Und selbstverständlich. Ausser Tom Kummer würde es absolut keinem Journalisten in den Sinn kommen, auch nur das geringste zu Erfinden. Eigentlich schade. Weil der Einheitsbrei, selbstverständlich nicht erfunden, der 2 Agenturen welche 99% der westlichen Nachrichten erfinden, und der von den seriösen Journalisten CopyPasted wird ist im Vergleich eher langweilig. So wie auch der schöne Bericht von Senta Keller zu eben diesem Tom Kummer. Jemand anders hat ein Interview gemacht mit ihm, und das drucken wir doch auch noch im Tagi ein bisschen ab.
Massenvernichtungswaffen in New York
Wir haben vor Jahren erfahren, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen waren.. Damals verstand man darunter noch Waffen, welche „Massenhaft“ vernichten können. Nun werden sogar schon einige Propangasbehälter mit Massenvernichtungswaffen gleichgesetzt. Herr Peter Wälty als Chefredaktor des Tagi informiert uns kommentarlos, dass der New Yorker Bomber Faisal Shahazad, welcher in einer halbjährigen Bombenausbildung in Pakistan es offenbar nicht mal gelernt hat ein bisschen Schiesspulver zu mischen nun für den Einsatz von Massenvernichtungswaffen angeklagt sein soll weil er auf einem belebten Platz etwas Rauch produziert hat, der „unter Umständen“ (wenn „die Bombe“ funktioniert hätte und überhaupt jemand in der unmittelbaren Nähe des Autos gewesen wäre) evtl. Tote hätte provozieren können.
Herr Peter Wälty scheint den Zusammenhang zwischen der Aussage von Mike Hammer (wir werden in Pakistan die Rückzugsgebiete nun noch mehr bombardieren) und dem unglaublichen Aufbauschen dieses im besten Fall unbedeutenden Vorkommnisses nicht zu erkennen.