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Archiv für Dezember 2010

Peter Hegetschweiler und Peter Wälti von Jeep Prostituierten korrumpiert!

http://www.tagesanzeiger.ch/auto/gelaendewagen/10573-JeepFans-duerfen-sich-freuen/story/11240787

Natürlich ist dieser Titel Blödsinn! Selbstverständlich wurden weder Herr Peter Hegetschweiler noch Herr Wälti als verantwortlicher Chefredakteur irgendwelche Prostituierten bezahlt damit die im Tagi publizierte Laudatio über den neuen Jeep positiv ausfiel. Das ist schliesslich eine ganz normale “Reportage” zu einem beliebigen neuen Auto, entstanden im deklarierten Umfeld (Peter Hegetschweiler fuhr den Jeep Grand Cherokee am 3. Dezember auf Einladung von Jeep Schweiz in Deutschland).
Aber doch irgendwie komisch. Warum steht da nirgends “Publireportage” oder gleich schlicht “Werbung”, und warum bezahlt Jeep einem Journalisten ein (sicher guter ROI ;) ) Weekend in Deutschland (nein, selbstverständlich OHNE zusätliche Animation!! ;-D ) wenn sie die eleganten Texte ihrer Werbeabteilung auch direkt im Tagi einspeisen könnten? Werden da evtl. durch interne Korruption die Aktionäre vom Tagi um die Früchte Ihrer Investition gebracht, da gleichwertige Werbung wohl einiges mehr kosten dürfte als eine Übernachtung (OHNE Animation) in einem schönen 5-Stern Hotel.

Peinlich mit was für Nichtigkeiten sich Herr Hegetschweiler zu einer Lobeshymne hinreissen lässt. Aber ja, vielleicht war die “Einladung von Jeep Schweiz in Deutschland” doch nicht nur eine single Nacht im Hotel.

Zum Schluss noch ein Kostpröbelchen:

“Dabei macht der Jeep Grand Cherokee sozusagen alles selber. Per Drehregler auf der Mittelkonsole programmiert der Lenker das neue Traktionssystem Selec-Terrain, das in der Folge zwölf unterschiedliche Systeme für Antrieb, Bremsen und Fahrwerk, unter anderem die Getriebe-Schaltsteuerung, die Berganfahrhilfe und den Bergabfahr-Assistenten, koordiniert. Dann geht alles wie von Geisterhand. So wird selbst eine steile Bergabfahrt in rutschigem, schneebedeckten Gelände zum Kinderspiel. Und nicht zur Zitterpartie.”

Ja, wie im Tagi die Gesetze zur Preisgestaltung von Werbung ausser Kraft gesetzt werden, hat es Mercedes, ähh Jeep geschafft die Grenzen der Physik ausser Kraft zu setzen. Endlich dürfen wir auf Schnee mit Tempo 200 zu Tal brausen. Den Rest macht der Jeep “sozusagen alles selber”.

Gratulation. Eine Glanzleistung des Journalistmus und des Automobilbaus!

PS: Man vergleiche diesen Auto-Artikel mit einem “ganz normalen” Test eines beliebigen anderen Produktes dessen Hersteller die Journalisten nicht korrumpiert.

http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Google-verpasst-mit-Chrome-OS-das-Weihnachtsgeschaeft-/story/25079270

Polemiker Benedikt Rüttimann; Der Titel machts aus!

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Teherans-Hardliner-fordern-noch-lauter-die-Atombombe -/story/20419551

Benedikt Rüttimann informiert uns schon im Titel, dass offensichtlich die Hardliner in Teheran die Atombombe fordern, und das sogar laut! Im folgenden Interview wo ein Amerikaner zu Wort kommen darf ergibt sich jedoch ein etwas anderes Bild der Situation. Der Interviewpartner erwähnt folgendes: “Ich befürchte sogar, dass die Sanktionen dazu geführt haben, dass die Hardliner noch lauter die Atombombe fordern.” Diese Aussage bezieht sich also auf eine im Interview auch klar hervor kommende persönliche Einschätzung oder noch weniger konkret schlicht eine “Befürchtung”. Wer aus dieser Aussage auf diesen Titel kommt, macht sich der Propaganda und des schüren von Polemik schuldig. Ein Vergehen, dass einem “seriösen” Journalisten nicht passieren sollte!

Sich von einem US Thinktank für ein bisschen Propaganda und streuen von unkontrastierten Gerüchten einspannen zu lassen ist auch nicht gerade eine Glanzleistung des Journalismus.

Wäre nebenbei sehr interessant zu wissen welche Hardliner im Iran die Atombombe fordern. Eine solche Forderung einer auch nur halbwegs politisch einflussreichen Person im Iran würde sofort über die ganze westliche Welt ergossen. Zudem wird ja schon dauernd versucht eben Ahmedinejad selber als Hardliner hinzustellen. Benedikt Rüttimann, ein wirklich grandioser Artikel im Dienste des gehirnlosen Copy&Paste Journalismus worauf Sie stolz sein dürfen!!

Verräterin Michele Binswanger

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Verratene-Verraeter/story/24849263

(Auszug: Der US-Regierung gilt Wikileaks- Gründer Julian Assange als Verräter, ihren Kritikern als Held. Aber kann man Verrat moralisch rechtfertigen? Und ist die absolute Transparenz erstrebenswert?)

Irgendwer muss Michele Binswanger eingeflüstert haben, dass sie einen Artikel machen soll, um Julian Assange in die Nähe von Verrätern zu rücken. Was Julian mit einem Verräter gemeinsam haben soll ist aber nicht so einfach nachvollziehbar. Juristisch als Australier schon gar nicht, aber auch sonst ist diese Konstruktion etwas weit her geholt. Ein Verräter missbraucht Vertrauen. Julian Assange hat jedoch ganz sicher niemandem implizit oder explizit versprochen keine Dokumente zu publizieren, somit ist sein Verhalten in keiner Art und Weise mit Verrat zu vergleichen! Wenn er Amerikaner wäre könnte man da via generellen Patriotismus ein bisschen was konstruieren, aber müsste im Falle der Amerikaner ja schon arg kurzsichtig sein, da dieser Nation die bisherigen Wikileaks Publikationen eher helfen aus der Patsche zu finden in die sie die bisherige Misswirtschaft gebracht hat. Weder der Afghanistankrieg, noch der Irakkrieg, noch das rücksichtslose InteressenVerhalten des Diplomatischen Korps der USA (naja, dafür werden sie ja bezahlt ;) ) sind von strategischem Vorteil für den normalen amerikanischen Bürger. Kurzfristige Gewinninteressen der US Waffenlobby stehen hier ziemlich klar über den langfristigen Stabilitätswünschen der sogenannten Internationalen Gemeinschaft.

Also, Michele. Wirklich ein bisschen ein daneben geratener Artikel, einzureihen in den aktuell populären Versuch, Wikileaks und dessen Gründer Julian Assange in den Dreck zu ziehen und mundtot zu machen. Keine Sternstunde des Journalismus.. ;)

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