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Artikel getaggt mit ‘Vincenzo Capodici’

Information vs. Polemik und Propaganda im Tagi

Schon wieder dürfen wir aus einem Artikel im Tagi von Vincenzo Capodici erfahren, dass Ahmadinejad Israel auslöschen will.

“Ahmadinejad hatte in den vergangenen Jahren mehrfach in Reden gesagt, das Land werde von der Landkarte verschwinden. “

Wow… es sollte nur mittlerweile auch zu allen Tagi Copy&Paste Journalisten durchgedrungen sein, dass Ahmedinejad solches nie gesagt hat, und er sich immer (wie auch interessanterweise im Hauptteil des vorliegenden Artikel), immer nur aufs Regime bezieht.

Das aktuelle Regime von Israel ist wohl durchaus nicht speziell geeignet oder gewillt eine grosse Zuneigung in seinen arabischen Nachbarn aufkeimen zu lassen, und sogar im Westen fand man für die 1500 Toten im letzten Gazakrieg Wahlkampf nicht nur lobende Worte. Dass da Ahmadinejad einen Regimewechsel fordert (oder halt die “Vernichtung” des aktuellen Regimes)  ist daher durchaus nachvollziehbar. Dass das konsequent in der Schweizer Presse immer und immer wieder falsche vorgebetet wird, und damit die Stimmung im Volk gegen ein Land das uns noch nie was zuleide getan hat weiter angeheizt wird ist journalistisch höchst bedenklich. Solcherlei hat genau dazu geführt, dass das Minaretverbot von einer Schnapsidee zu einer Wirklichkeit geworden ist, und dann von den gleichen, welche die Ressentiments aufgebaut haben, das grosse Lamento begann. (Nicht dass mich das stört wenn es keine Minarette in der Schweiz gibt ;) )

Ein Regimewechsel im Iran, von einer mehr oder weniger demokratisch gewählten Regierung zum Sohnemann eines ehemaligen Diktators scheint dagegen voll auf der Linie vom Tagi zu liegen.

Viel blöder und inkonsequenter gehts nicht mehr.

(Das Ahmadinejad findet, dass “Die einzige Möglichkeit, sich dem jüdischen Staat entgegenzustellen, sei der Widerstand der palästinensischen Jugend und der Länder in der Region” ist zwar auch nicht viel schlauer.. :) Gewalt ist genau was Israel benötigt um seine repressive Politik aufrechterhalten zu können. Dass die Palästinenser nach 50 Jahren Steine werfen und Selbstsprengungen immer noch nicht begriffen haben, dass Israel ihren Gewalt(s)aufwand dankend entgegen nimmt, und besser einen amerikanischen  Public Relation Profi auf ihr Problem ansetzen würden, ist ja vielleicht ein Indiz in darwinschen Sinne, dass sie tatsächlich keine Lebensfähigkeit haben in der Evolution, und Israels Regime sogar recht hat sie auszurotten.

(Aber vielleicht ist das auch nur ein “Übersetzungsfehler”, und wer hat heute schon noch Zeit sowas querzuchecken bevor man CTRL-V macht….  – Vincenzo Capodici sicher nicht)

Toyotas Tote

Es gab bisher 34 Tote wegen schlecht gebauten Toyotas. So ungefähr der Tenor in der Weltpresse ;) (Tagi vom 16. Feb 10, Vincenzo Capodici und viele viele mehr) die letzten Tage… Weltweit… Ahaaa…

In der gleichen Zeit gibt es weltweit Jahr für Jahr gut eine Million von Verkehrstoten auf den Strassen. Nimmt man an, dass die Toyotafahrer etwa gleich viele Unfälle bauen wie Fahrer anderer Marken wären das pro Jahr bei einem Marktanteil von ca. 12% 120’000 Tote.

Toyota beschäftigt ca. 300’000 Mitarbeiter direkt. Pro knapp 3 Arbeitsplätze gibts also einen Toten pro  Jahr. Damit ein Toyotamitarbeiter Arbeit hat, akzeptieren wir in seinem Arbeitsleben also gut 10 Tote, oder anders gesagt, jeder Toyotamitarbeiter bringt in/mit seinem Arbeitsleben gut 10 Menschen um. Dieser wichtige Beitrag zur Überbevölkerung wird natürlich etwas geschmälert wenn man die Tausenden von Mitarbeitern, welche dank, aber nicht direkt für Toyota arbeiten, auch berücksichtigt.

Dagegen können mit nur 34 Toten ganz offensichtlich hunderte von Journalistenleben gefüllt werden. Zum Glück gibts Journalisten die schon mit so wenigen Toten zufrieden daherschreibseln. Wenn alle Autos bauen würden, wären wir bald ausgerottet.

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