Susanne Anderegg und Fabian Schäfer kämpfen für höhere Gesundheitskosten!


Unrealistisch, ruinös, empörend, nicht nachvollziehbar, Bestrafung fürs Sparen, zum Kopf schütteln, wird an die Wand gefahren. Spannend was da offensichtlich auf die Schweizer Spitäler zukommt, wenn man Susanne Anderegg ihrem Artikel zu den Preisvorschlägen des Preisüberwachers zu den Gesundheitskosten glauben würde.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Spitaeler-greifen-den-Preisueberwacher-an/story/30640458

Dies ist entweder ein schön gemachter Lobbyartikel damit die Gesundheitsbranche ihren Anteil am Warenkorb weiter ungestört aufblähen kann, oder Frau Anderegg hat noch nicht bemerkt, dass die alljährlichen „harten“ Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Spitälern eine komplette Farce sind, da beide im exakt gleichen Boot sitzen. Oder wenn vielleicht nicht ganz im gleichen Boot, so doch in der gleichen Strömung.
Der Gedanke, dass die Krankenkassen irgendwie interessiert wären an sinkenden Gesundheitskosten ist süss bis höchst naiv, da sie ja in dem Fall die Krankenkassenprämien auch senken müssten, was auf den Umsatz schlagen würde. Und welche privatwirtschaftlich organisierte Firma ist schon an einer Umsatzeinbusse interessiert? Selbstverständlich sind vordergründig die Krankenkassen an weniger Ausgaben interessiert, und die Spitäler an höheren. Aber je höher die Spitaltarife, umso mehr diese „global“ gelten, desto mehr Umsatz generiert der Gesundheitsmarkt, und desto höher dann auch die Umsätze und Gewinne der Krankenkassen, da diese einfach auf der Einnahmenseite „anpassen“.
Ihr Versuch, Susanne Anderegg und Fabian Schäfer, die Vorschläge des Preisüberwachers (der als einziger hier keinen Interessenkonflikt hat) grossflächig als komplett unmachbar darzustellen, ist wie gesagt im besten Fall höchst naiv, und im schlimmsten Fall wurden sie von der entsprechenden Lobby bezahlt hierfür.

Solange die Krankenkassen und die Ärzte/Pharma/Spitäler ohne weitere Mitwirkung nicht Interessenkonfliktierter die Tarife untereinander ausklüngeln, werden wir eine Steigerung der Gesundheitskosten am Limit des vom Volk gerade noch akzeptierten erleben. Alle Jahre wieder. Und wenn es mal ein bisschen mehr sein darf, wird es Susanne Anderegg und Fabian Schäfer dem Volk schon erklären, dass das halt Gottgegeben so ist, und der Preisüberwacher doch nun wirklich keine Ahnung hat.

Wie wenn der Wolf und der Bär Schafe untereinander aufteilen müssten. Auch wenn sie sich vordergründig um die zartesten Lämmer streiten, würden sie doch sicher bis zum Tod an Herzverfettung übereinstimmen, dass es vieel zuwenig Schafe hat. (Und der Schäfer wäre natürlich auch nicht wirklich nötig).

Auch Fabian Schäfer schlägt in die gleiche Kerbe:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Preisueberwacher-bringt-Krankenkassen-in-Verlegenheit/story/17172023

Advertisements
Tagged with: , , , , , , , , ,
Veröffentlicht in Fabian Schäfer, Journalismus, Susanne Anderegg

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Am Besten bewertet
%d Bloggern gefällt das: