Simone Rau klärt uns über das Zürcher Budgetdefizit auf.


http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/30-Fragen-verraten-potenzielle-Amoklaeufer/story/21511421
Dank einer neuen Software, mit dem schönen altgriechischen Namen Dyrias, können Amokläufer anhand ihrem Profil und „voramokschen“ Verhalten identifiziert werden. „Bei Stufe 6, muss sofort die Polizei eingeschaltet werden“.
Selbstverständlich verwendet das Tool das nun seit 3 Jahren Steuergelder verheizt, keinerlei Screening klärt uns Simone Rau ohne nähere Angabe was denn nun genau Fragen wie „Beschäftigt sich dieser intensiv mit früheren Amoktätern?“, oder „Zeigt er Waffen herum“ sein soll wenn nicht ein relativ simples Screening. Zudem aktuell die komplette Journalistenzunft, und die von dieser unterhaltenen (wohl fast) Komplettbevölkerung wenigstens die erste Frage klar mit Ja beantworten muss.

Das absolut verblüffende Vedikt nach 3 Jahren Steuergeld hinauswerfen für ein weiteres klassisches Nichtproblem:
Nochmal Simone Rau: „In der Pionierstadt Zürich gab es laut Roland Zurkirchen, Leiter der Gewaltpräventions-Fachstelle, bisher keinen Schüler, der aufgrund des Programmes Dyrias als hochgefährlich eingestuft worden ist.“

Ach, unglaublich, wo doch unsere Kinderchens täglich unter Amokkugelhagel fast nur noch unter den Schulpulten durch in ihre Klassenzimmer kommen. Wahrscheinlich ist Simone Rau völlig entgangen, dass es in der Schweiz auch ohne diese Software noch keinen Amoklauf in Schulhäusern gegeben hat, dass Schiessereien generell nicht wirklich ein Problem sind in der Schweiz, oder dass das öffentliche herumzeigen von Waffen auf dem Schulhof in der Schweiz auch ohne Screening genügt, dass man den Rest der Pubertät von einem zum nächsten Psychologen weitergereicht wird, und sich die weiteren 29 Fragen somit ziemlich erübrigen.

Ansonsten gut gemachte Publireportage zu dieser Software, und das generelle Delegieren von Intelligenz und gesundem Menschenverstand an (doch doch, es ist) screening Software. Da fehlt dann nur noch die Selbstschussanlage am Eingang des Schulhauses um das Amokproblem gleich definitiv und zeitnah zu lösen. Das wäre dann Stufe 7, und diese absolut indispensable Software könnte dann über ein (sicher auch seeehr günstiges) Zusatzmodul direkt der Putzfrau ein SMS schicken zum aufwischen.

Und noch ein Zückerchen an kritischem Journalismus zum Abschluss: Simone Rau: „Hoffmann hat für alle Amoktäter der letzten Jahre in nachträglichen Tests eine korrekte Prognose erstellt.“.
Hoffmann behauptet, dass Hoffmann nachträglich die korrekte Prognose erstellt hat. Tolles Tool. Könnte doch jeder, steht ja in der Zeitung. Nachträglich. 😉

Dank Jouralisten wie Simone Rau die auf jeden Propagandastunt hereinfallen werden wohl noch ein paar Kantone mehr ihre Staatsfinanzen mit diesem unnötigem Blödsinn belasten.

Nachtrag:
Gemäss Simone Rau und Mario Stäuble müssten wir in der CH wohl nun „Antiadler“ Netze über jedem Park aufspannen wo Kinder spielen, da in einem Park in Kanada ein Steinadler ein Kleinkind gepackt hat. In der CH gibts ja auch Steinadler, und wer weiss wie gefährlich das sein könnte!!
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Steinadler-packt-Kleinkind/story/27293513

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Veröffentlicht in Mario Stäuble, Schleichwerbung, Simone Rau

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